Wie geht Selbstliebe?

Liebe Blog Leser,

Frohe Ostern für euch alle!

Pünktlich zu Ostern hat der Frühling auch New York City erreicht und es blüht und grünt. Die Stadt scheint endlich aus ihrem unglaublich langen Winterschlaf erwacht zu sein und am Ostersonntag sollen es 29°C werden! Das würde ich ja schon eher Sommer, als Frühling nennen, aber so ist das hier in New York City. Nach dem Winter kommt ein super kurzer Frühling, der direktin den Sommer übergeht. Schade für mich, als Frühlingsliebhaberin, aber kein Grund zu Beschwerde, denn die Natur teilt mir und allen anderen mit „ich lebe noch“ und da ist der Grund zur Freude erst mal die Hauptsache. :-)

Anbei möchte ich ein paar Frühlingsbilder mit euch teilen:

Dieser Blog

Ein anderes Thema, das ich ansprechen wollte ist dieser Blog. Ich habe jede Woche mehrere Ideen über was ich schreiben könnte, aber aufgrund meiner zahlreichen anderen Verpflichtungen schaffe ich es nicht und ärgere mich so oft über mich selbst. Es gibt so Vieles, das ich euch noch nicht erzählt habe und das tut mir wirklich Leid! Ich weiß, dass ich hier niemandem etwas schuldig bin, aber es ist so tief in mir drin, dass ich Dinge, die ich selbst spannend finde mit anderen teilen möchte und wenn ich das nicht hinbekomme, dann bin ich enttäuscht von mir. Tja, das Manko einer Perfektionistin. Mein derzeitige Alternative ist es dafür auf Instagram ab und zu einige meiner Gedanken zu posten. Also falls ihr ein Smartphone oder Tablet und die Instagram App habt, dann folgt mir liebend gerne auf. Ansonsten teile ich die Instagrambeiträge auch auf meinem persönlichen Facebook Profil, dem heartfully done Facebook Profil und auf Twitter. Das ist zwar alles auf Englisch, aber bei Instagram in der App kann man sich das sogar auf Deutsch übersetzen lassen habe ich gesehen.
 

Weniger, statt mehr

Was ich versuche jetzt grade zu lernen ist, dass es besser ist mich kurz bei den oben genannten Sozialen Netzwerken zu melden, als überhaupt nicht. Natürlich würde ich gerne immer gut recherchierte Blogartikel für den deutschen und englischen Blog verfassen. Allerdings brauche ich dafür mehrere Tage pro Beitrag und der Berg ist dann so groß vor mir, dass ich gar nicht erst anfange, weil andere Sachen zurzeit eine höhere Dringlichkeit haben.

Ich bin mir sicher, dass ihr das alle gut nachvollziehen könnt. ;-) Unsere heutige Zeit dreht sich wirklich unglaublich schnell und in dieser turbulenten Stadt merke ich das besonders. Da heißt es mich immer wieder neu zu adaptieren und manchmal auch neu zu erfinden in anderen Kontexten. Langeweile gibt es auf jeden Fall keine. Haha. :-D


Geduldig bleiben

Die große Kunst, die ich immer besser erlernen möchte, ist es geduldig mit mir selbst zu sein. Geduldig, wenn es mir nicht gelingt meine eigenen Erwartungen zu erfüllen. Dieser Blog ist nur ein Puzzleteil von vielen und ich weiß und merke, dass wenn ich nicht geduldig, gnädig und fürsorglich mit mir umgehe, dass ich mich und auch Daniel durch meine Strenge schädige. Ich mag mich selbst gar nicht sehen, wenn ich so hart und streng bin. Da kommt dann die totale Sklavenantreiber-Kati zum Vorschein, die nur Sätze mit „muss“, „sofort“, „perfekt“, „schnell“ von sich gibt. Und in einem Ton, der weit entfernt von „liebevoll“ ist. Wenn ich alleine wohnen würde, würde ich nur selbst das abkriegen, aber so kommt der arme Daniel all zu oft in meine Schusslinie und das ist echt nicht fair ihm gegenüber.
 

Raus aus dem Teufelskreis

Sätze wie „Du musst dich noch mehr anstrengen“, „…noch härter arbeiten“, „…noch perfekter sein“, sind in diesem Fall der totale Trugschluss. Wie die sprichwörtliche Karotte, die vor des Esels Nase hängt und die er doch nie erreicht, weil sie an einer Angel hängt. Doch so ein Esel läuft meistens mit Scheuklappen durchs Leben und das tue ich in diesen Fällen auch. Ich bin so getrieben von meinem eigenen inneren Antreiber, dass ich rechts und links nicht sehe und schon überhaupt nicht die Situation von oben.
 

Aussteigen

Daraus aussteigen geht nur mit anhalten. Anhalten im Sinne von ich bleibe jetzt stehen - nicht morgen, nicht übermorgen, sondern jetzt. Und wenn ich stehe, habe ich überhaupt erst die Chance mir bewusst zu werden, was ich da eigentlich grade mache. Wo stehe ich? Wie fühle ich mich? Was will ich? Was will ich nicht? - Und diese Antworten brauchen Zeit. Manchmal nur ein paar Minuten, manchmal über mehrere Tage, Wochen, Monate oder Jahre. Die Kunst ist rauszufinden welche Sache, wie viel Zeit braucht und ob ich selbst bereit bin mir diese Zeit zu geben. Doch der Anfang ist immer, anzuhalten und auszusteigen aus dem Hamsterrad. Die Karotte vor der Nase baumeln lassen, sie ignorieren und die Augen zu machen, dass man für einen Moment Frieden von der Karotte hat.
 

Spieglein, Spiegelein an der Wand

Wenn ich selbst aufgrund meiner Scheuklappen nicht begreife was ich da eigentlich grade betreibe - nämlich, dass ich mich selbst, meine körperliche, geistige und seelische Gesundheit und meine Beziehungen in den Abgrund steuere - dann werde ich es früher oder später realisieren. Nämlich indem mir ein anderer Mensch oder mein Körper einen Spiegel vorhält und ich der Wahrheit ins Auge schauen muss. Bei mir zeigt sich das zum Beispiel an einem unglücklichen Daniel, der Angst vor mir hat, weil er nicht weiß welche Kati gleich zum Vorschein kommt. Das treibt mir die Tränen in die Augen, weil es mir so unglaublich Leid tut! Natürlich will ich ihn überhaupt nicht traurig machen und verletzten, aber es passiert mir immer wieder. Und auch mein Körper zeigt mir, dass etwas nicht im Lot ist und ich merke langsam, aber sicher, dass ich mich da drum kümmern muss, denn es wird ja nicht von alleine weggehen. Ich will das alles gar nicht noch detaillierter aufzählen, sondern euch sagen, dass ich merke, dass wenn ich mich selbst nicht aktiv liebe - das heißt geduldig, liebevoll, fürsorglich mit mir umgehe, dann komme ich so ins Minus, dass ich auch nicht mit anderen Menschen geduldig, liebevoll, fürsorglich umgehen kann.
 

Was ist die Balance?

Ich denke dann so oft an Jesu Worte „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“* und sehe, dass es ja mit meiner Nächstenliebe überhaupt nicht gut bestellt sein kann, wenn ich vorher nicht liebevoll mit mir selbst umgegangen bin. Was ich nicht selbst habe, kann ich auch nicht geben. Total logisch.

*Matthäus Evangelium Kapital 22, Vers 39


Wie gehe ich denn dann liebevoll mit mir selbst um?

Bei mir heißt das zum Beispiel:

Mindestens neun Stunden Schlaf jede Nacht.
Krass, gell? Aber das ist echt so. Es hat hauptsächlich damit zu tun, dass ich als hochsensibler Mensch in einer Stadt wie NYC lebe und viel Zeit brauche mich wieder zu regenerieren.

Zeit für mich alleine in der Stille und auch Zeit, um mit Gott reden zu können und durch seine Einsichten mein Leben und meine Situation besser zu verstehen. Falls ihr das nicht ganz versteht, dann schaut euch den Film „Die Hütte“ an oder/und lest das Buch. Da könnt ihr gut sehen, wie ich das versuche zu leben.

Zeit mit anderen Menschen verbringen, mit denen ich mich austauschen, brainstormen, lachen, weinen, träumen, verrückt, ehrlich, echt sein kann.

Gesunde Ernährung, dass ich aufhöre meinem Körper zu schädigen, indem ich drei bis viermal am Tag Schrott in ihn hineinstopfe. Hätte ich ein Auto würde ich mich doch auch informieren was der beste Treibstoff wäre und würde das dann tanken und auf keinen Fall etwas anderes. Weil ich gut zu meinem Auto sein will, so dass es fährt wie es soll und lange hält. Bei meinem Körper bin ich da nicht so gewissenhaft. Erschreckend finde ich! Jetzt habe ich das für fast 35 Jahre vernachlässigt und wann ist der beste Zeitpunkt etwas zu ändern? Vor 10 Jahren? ;-) Ja, schon, aber ich habe ja keine Zeitmaschine, also ist der beste Zeitpunkt jetzt.

Bewegung an der frischen Luft und bei Sonnenschein. Das Wort Sport ist bei mir negativ geprägt, deshalb sage ich lieber „Bewegung“. Ich versuche Erledigungen zu Fuß zu machen. Da wir kein Auto haben, ist das auch gar nicht so schwierig. Es gibt auch Tage wo ich das Haus nicht verlasse (die Vor- und Nachteile von Home Office), aber da merke ich auch, wie ich mir dadurch selbst schädige. Das Thema Fitnessstudio ist noch mal eine ganz andere Latte, wo ich noch Zeit brauche, den nächsten Schritt zu tun.

Persönliche Weiterentwicklung und Frieden mit der Vergangenheit. Das ist ein ordentlicher Klopper grade. Ich habe mit dem Thema vor ca. 10 Jahren begonnen, als ich grade mit dem Theologiestudium begonnen hatte. Und jetzt ist irgendwie wieder eine neue Stufe dran. Die Phase aus dem, was ich schon alles verstanden habe, ins Handeln zu kommen und nach vorwärts zu gehen in voller Fahrt. Mit Kurs und Fokus. Und dafür mache ich grade mit meiner Freundin Feli die "Rise Up & Shine University". Da arbeiten wir persönlich durch einen Online Kurs und dann sprechen wir darüber wie es uns geht und was wir über uns gelernt haben und wie es in Zukunft weiter gehen soll. Wir machen das gemeinsam, weil wir dann besser bei der Sache bleiben und uns nicht so leicht den Fokus verlieren. Es sind 20 Lektionen, die wir uns unserem Tempo durcharbeiten. Wir haben jetzt die Hälfte geschafft und ich konnte schon so viel Positives für mich rausziehen. Es ist nicht immer leicht Themen, wie "mich blockierende innere Glaubenssätze", Verletzungen aus der Vergangenheit", "Vergebung", "Klarheit". etc. anzugehen, aber da ich die beste Kati werden will, die ich sein kann, ist das jetzt dran. Schon wieder so ein jetzt. Ihr merkt, dass zurzeit ganz viel im Prozess bei mir ist. Ich empfehle diesen Kurs sowas von! Echt ganz, ganz toll! Auf dieser Seite könnt ihr euch auch ein Video dazu anschauen, das besser erklärt was es genau ist, falls ihr neugierig seid. Und da steht auch wie es anderen ergangen ist, die schon fertig damit sind.
 

Sicherlich gibt es noch viele andere Sachen, aber das sind die grade wichtigsten für mich. Mir selbst nicht nur sagen „Ich liebe mich“, „Ich akzeptiere mich“, „Ich bin ok“, sondern mich aktive zu lieben!

Ich will ja auch keinen Partner, der mir zwar sagt „Ich liebe dich“, aber dann kann ich es nicht auch an ihrem oder seinem Verhalten ablesen.
 

An dieser Stelle verabschiede ich mich. Es ist doch länger geworden, als der geplante kurze Ostergruß. But so what! Wenn einen der Geist überkommt, wie es manche Christen sagen, dann wäre es schade nicht auf dieser Geist-Welle zu surfen. Denn wer weiß, wem es nützt. Und das hoffe ich, dass das Teilen meiner Gedanken dir und euch nutzt. Dass sie etwas in euch anstoßen - persönlich oder für andere die ihr kennt. Und wenn euch jemand einfällt, für den oder die das von Nutzen sein könnte, dann teilt den Blogartikel! Dinge, die uns gut tun und uns weiter bringen, müssen geteilt werden!

Gott segne euch! In eurem Leben, in eurer Selbstliebe und in eurer Nächstenliebe!
Frohe Ostern und ganz liebe Grüße,
eure Kati


Dieses Lied ist mir grade noch in den Sinn gekommen:

Ich geb’ mich ganz hin

Hier bin ich einmal mehr
Ich geb’ mich ganz hin
Denn ich weiß, daß du jeden Schrei hörst
Du bist da für mich,
Egal wie’s mir geht und was mich bewegt

Du gibst Antwort wenn ich rufe
Deine Worte sind wahr,
Deine Hoffnung real
Und ich weiß, deine Nähe
Sie macht mich ganz frei von dem was mich hält
Ich sehne mich nach dir

Ich geb’ mich ganz hin und sage: Ich lieb’ dich
Geb’ mich ganz hin und sage: Ich brauch’ dich
Geb’ mich ganz hin und sag’: Ich bin dankbar
Ich geb’ mich ganz hin denn du bist wunderbar

Für die Englischliebhaber unter euch:

Here I am once again
I pour out my heart
For I know that You hear every cry
You are listening
No matter what state my heart is in

You are faithful to answer
With words that are true
And a hope that is real
As I feel Your touch
You bring a freedom to all that's within
In the safety of this place, I'm longing to . . .

Pour out my heart, to say that I love You
Pour out my heart, to say that I need You
Pour out my heart, to say that I'm thankful
Pour out my heart, To say that You're Wonderful


Craig Musseau
1993 Langley Vineyard Music

Die Texte habe ich von hier und da gibts auch eine Version mit Noten.

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