Gekommen um zu bleiben

Hallo liebe Blog-Leser!

Der letzte Blogbeitrag liegt schon 1 1/2 Monate zurück und der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu - obwohl es in New York City wohl noch länger heiß sein wird. Seitdem ich euch gebeten habe an uns zu denken wegen unserer Wohnsituation hat sich einiges getan:

Wir haben ganz offen mit unsrem Vermieter gesprochen, haben alle Karten auf den Tisch gelegt und ihn gefragt, ob er sich vorstellen kann mit der Miete runter zu gehen und er hat JA gesagt! :-) Ich glaube ich begreife das oft nicht, aber einen Vermieter zu haben der nicht nur nicht die Miete erhöht, sondern sogar runter geht und uns als Mieter behalten will, ist schon ein riesen großer Segen! Ganz besonders in einer Stadt wie New York City, in der eigentlich jedes Jahr die Miete angehoben wird. Natürlich ist er nur eine kleine Summer runtergegangen, aber das Mal 12 ist schon mal viel Geld, das wir für Arztrechnungen nutzen können oder sparen können. Deshalb ein großes Dankeschön, dass ihr an uns gedacht habt und für uns gebetet habt! Danke!

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Ich habe in mich hineingehört und gemerkt, dass ich nicht noch mal umziehen möchte. Dafür habe ich einfach nicht die Kraft. Ich möchte lieber meine tägliche Energie in meinen Unternehmensaufbau stecken und sehen wie das immer mehr wächst. Und ich bin gewiss, dass wenn ich treu bei der Sache bleibe, ich eines Tages - in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft - auch einige der Rechnungen bezahlen kann. Der Gedanke hier wohnen zu bleiben ist ein guter. Ich leihe mir mal die Worte von "Wir sind Helden"  aus, wenn sie singen "wir sind gekommen um zu bleiben". Diese Wohnung in Bayside ist der Platz, der uns vor ca. 10 Monaten gegeben wurde und ich glaube das ist auch noch für eine Weile länger dran.

 Der Gedanke in der Nachbarschaft zu bleiben und weiter an den sozialen Kontakten zu bauen ist gut. Ich merke, dass das Stresslevel immer weiter runter geht. Ich bin zwar noch lange nicht so ausgeglichen, wie ich gerne sein würde, aber ich merke, dass nach und nach wieder mehr Kraft zurückkommt und weiß, dass das damit zu tun hat, dass ich immer mehr ankomme. Mein Seele ist noch immer nicht vollständig hier... zumindest habe ich den Eindruck, aber ich bin schon wieder mehr ich selbst, als noch vor einem halben Jahr.

Dass ich überhaupt so denken kann, ist erst dadurch möglich geworden, dass ich nicht mehr in Deutschland lebe. Seit wir nicht mehr in Deutschland gemeldet sind und demenstprechend keinerlei deutsche Versicherung mehr haben, hat mich schon oft die Angst gepackt. Besonders wenn Daniel oder ich krank waren und wir zum Arzt mussten und dann die Rechnungen reinflattereten und bezahlt werden wollten. Da kam dann sofort die Frage auf den Tisch, was ist wenn wir nicht nur eine Bronchitis haben, sondern etwas Schlimmeres? Wie werden wir das bezahlen? Als Info unsere KV greift erst ein, wenn wir die 6000 Dollar Eigenanteil pro Jahr vollgemacht haben. Und dann zahlt die KV aber auch "nur" 90%. 90% ist viel, aber wenn eine 20.000 Dollar Krankenhausrechnung reinkommt, dann sind 10% davon trotzdem eine große Summe.

Schon im Winter wusste ich, dass ich nicht ständig in Angst leben kann und will und dass ich wirklich Gottvertrauen leben muss. Das ist ja fast auf der ganzen Welt so, aber als Deutsche fällt es mir wirklich schwer ohne ein engmaschiges Sicherheitsnetz zu leben. In Deutschland ist das Leben wirklich unglaublich sicher und behütet im Vergleich zu den USA oder gar zu den dritte Welt Ländern. Je sicherer man lebt - und Geld ist das ein wichtiger Faktor - desto weniger braucht man Gottvertrauen, denn mit genügend finanziellen Mitteln kann man selbst die eigene Sicherheit kontrollieren. Obwohl die Angst "Was ist wenn ... passiert?" dennoch da ist und man nie völlig sicher und unbesorgt sein kann.

Für mich und Daniel ist das unsicherere Leben in New York grade dran. Hier können wir ganz neu lernen Gott wirklich zu vertrauen. Das haben wir so in Deutschland nicht gekonnt. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass wir hier in den USA sind und Vertrauensschritte lernen können, die grade jetzt für uns dran sind.

Ich wünsche euch allen eine gute Woche und dass ihr selbst die Vertrauensschritte wagt, die jetzt grade für euch dran sind.

Alles Liebe,
eure Kati

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