Sightseeing in Manhattan die Zweite: American Museum of Natural History

Halli hallo liebe Blog-Leser!

Und weiter geht's mit dem Sightseeing im Big Apple.

An einem unglaublich verregneten und grauen Samstag schafften wir es erst uns nach dem Mittagessen auf nach Manhattan zu machen. Dieses Mal waren wir zu dritt am Start: Meine Schwester Elisabeth (Lisa), Daniel und ich. Und die Reise ging ins American Museum of Natural History.

Schon alleine der Weg in die City war unglaublich nervig, weil nicht nur wir auf die Idee kamen "hm.... man könnte doch am Wochenende mal in die Stadt rein fahren...", sondern noch gefühlte 10.000 Menschen mehr. Die Busse und U-Bahnen waren voll gepackt. Vielleicht war es auch so unglaublich gedrängt, weil bei dem nassen Wetter keiner laufen wollte... man weiß es nicht, aber das ist meine Vermutung.

Die anderen 10.000 Leutchen kamen selbstverständlich auf die gleiche glorreiche Idee wie wir: Regenwetter = Museumstag. Dazu herrschte auch ein U-Bahnchaos, weil so viele U-Bahnen ausfielen. Wenn es Bauarbeiten gibt, dann sind ganze Strecken übers Wochenende gesperrt und das verlangsamt den ganzen Betrieb und wir hatten da grade mehrere Strecken erwischt.

Das Tolle war aber, dass es während unserer Odyssee zum Naturkundemuseum an dem einen U-Bahnsteig, einen tollen Saxophonspieler gab und wir einen super Warte-Soundtrack hatten. ;-) Man muss ja auch das Gute erzählen und nicht nur das was einen auf die Palme bringt.

Irgendwann kamen wir dann aber bei der Haltestelle "Naturkundemuseum" an und als wir da rauskamen war ich schon ganz hin und weg, weil die gefließten Wände am U-Bahnstop mit ganz vielen Tieren bebildert waren, die einen sozusagen aus der U-Bahn nach draußen führten. Ganz ählnlich wie an der U-Bahnhaltestelle "Zoologischer Garten" in Berlin, aber noch viel schöner und bunter. Vor lauter Menschengedränge und weil ich so dankbar war, dass es endlich wieder ans Tageslicht ging, habe ich gar kein Bild für euch. Das mache ich, wenn ich mal wieder dort bin. ;-)

Hier seht ihr einen Ausschnitt des Gebäudes. Durch den Regen hatte ich nicht so großartige Lust quer über die Straße zu rennen und noch ein Stück in den Central Park hinein (der ist da nämlich gleich), um alles drauf zu kriegen. Dieses Museum kennt vielleicht der eine oder andere von euch aus dem Film "Nachts im Museum" (hier ein Link zum Youtube Trailer, wenn ihr kurz schauen wollt - echt ein schöner Film). Dieses Naturkundemuseum ist eines der größten weltweit und wurde 1869 gegründet, hat seinen Sitz aber erst seit 1874 an dieser Stelle gleich beim Central Park.

Hier seht ihr Daniel und mich und im Hintergrund das Theodore-Roosevelt-Denkmal. Roosevelt war der 26. amerikanische Präsident.  Er sitzt auf einem Pferd (das Pferd und Teddy Roosevelt kennt man ebenfalls aus dem Film "Nachts im Museum" - jetzt wisst ihr woher die Idee kommt und auch der Teddy-Bär hat seinen Namen von Teddy Roosevelt) und neben ihm steht rechts ein Indianer Häuptling und links ein Afroamerikaner. Die Skulptur ist von James Earle Fraser und in den Jahren 1939/40 entstanden. Was sie genau ausdrücken soll kann ich nur spekulieren, aber es ist wohl logisch, dass ein Weißer auf einem Pferd erhöht und darunter ein Afroamerikaner und ein Indianer nicht ausdrücken, dass eine Begegnung auf Augenhöhe herrscht.

Aber jetzt mal zum Museum. Zu Anfang ein Zitat aus Wikipedia:

Auf fünf Stockwerken wird die Geschichte der Menschheit behandelt – von der Steinzeit bis ins Weltraumzeitalter. Die Besichtigung der ganzen Sammlung an einem Tage gilt als schwierig. Über 30 Millionen Objekte und Exponate hält das Museum für seine Besucher und die Wissenschaft bereit. Es verfügt über ein eigenes IMAX-Kino und eine eigene U-Bahn-Haltestelle. Als Attraktionen gelten das neue Rose Center for Earth and Space mit dem Hayden Planetarium und der 563 Karat schwere „Stern von Indien“, der größte jemals gefundene Saphir. Weitere Ausstellungsstücke sind unter anderen ein lebensgroßer Blauwal, ein 19,2 Meter langes einstämmiges Zedern-Kriegskanu der Haida-Indianer und viele Dinosaurierskelette.

Sobald man durch die Drehtüren ins Gebäude eintritt, sieht man erst mal zwei riesige Saurierskelette.

Nicht schlecht, oder?! ;-)

Ich hatte schon häufiger so große Saurierskelette gesehen (im Naturkundemuseum in Chicago und in Berlin), aber sie sind jedes Mal aufs Neue eine beeindruckende Sache! Wo ich grade beim Thema Saurier bin - wer von euch die Serie "Friends" kennt und sich an "Ross" erinnert, der weiß vielleicht, dass Ross in diesem Museum gearbeitet hat, als alter Dino-Fan (hihi, ich schaue grade wieder die Staffeln an und weiß das deshalb).

Diese zwei Skelette kann man ganz umsonst anschauen, weil sie in der großen Eingangshalle stehen. Um sich den allgemeinen Museumsteil oder/und die Spezialausstellungen anzuschauen muss man aber bezahlen. Anbei gleich mal ein Foto von den Preisen (für eure eigene zukünftige Urlaubsplanung).

Wir hatten eigentlich geplant um 15 Uhr im Museum zu sein, aber durch die ganzen U-Bahnschwierigkeiten waren wir erst gegen 16:30 Uhr dort. Das Museum macht aber schon um 17:45 Uhr zu und 1 1/4 Stunden sind da ja wie im Flug weg... da will man gar nicht den Eintritt dafür zahlen. ABER in all dem Ärgerlichen gab es auch wieder etwas Gutes: Denn um 16:45 Uhr ist das Museum kostenlos und man kann noch die letzte Stunde nutzen. Leider durfte man nicht in alle Bereiche rein, aber wir haben einfach angeschaut was in der kurzen Zeit möglich war.

Lisa, Daniel und ich mit dem T-Rex Skelett. Es ist wirklich unmöglich ein Bild hinzukriegen wo keine anderen Leute mit drauf sind. Naturkundemuseen sind glaube ich DIE Museen, in denen mehr Kinder als Erwachsene rumlaufen. Es war so voll, dass man wirlich aufpassen musste, dass man nicht über irgendwelche kleinen Menschen stolpert.

Papa, die nächsten zwei Bilder habe ich für dich geknipst! :-) Eine große Meeresschildkröte bzw. was noch von ihr übrig ist.

Und hier kannst du sehen, wie groß sie in Wirklichkeit war. Riesig! (und sie lacht auch extra fürs Bild *WW*)

Ein Mammutskelett.

Als es 17:45 Uhr läutete wurden wir recht zügig aus dem Museum gebeten und wir liefen dann erst mal über die Straße und in den Central Park hinein. Ihr könnt das schon auf den Bäumen sehen... wirklich kein schöner Anblick. Ganz grau und trostlos.

Seht ihr diesen Kasten da neben der Straßenlaterne? Das ist ein Gerät um die Lautstärke an diesem Ort zu messen. Oft stehen diese Messgeräte auch in der U-Bahn. Ich hätte nicht mal gewusst was das Ding sein soll, wenn Daniel es mir nicht erklärt hätte. Ganz oft denke ich mir, dass Daniel wie ein wandelndes Lexikon ist! *wasfüreinkerl*

Wir schlenderten südwärts durch den Central Park und gingen dann in das Einkaufszentrum beim Columbus Circle und wollten da eigentlich eine Pause einlegen. Einfach mal kurz hinsetzten und einen Kaffee trinken... naja, aber das ging dort leider nicht. Alles so voll mit Leuten, dass höchstens ein "coffee to go" möglich gewesen wäre - wir wollten aber einen "coffee to stay". Das Einkaufszentrum war so luxusmäßig, dass es dort nicht mal Bänke zum hinsetzen gab! Also sind wir nach einer Weile weitergezogen und per U-Bahn in den Finanzbezirk gefahren, weil wir da ein Restaurant im Kopf hatten, das wir schon kannten (das Irische). Und wie ihr sicherlich wisst, sind bekannte Dinge unglaublich schön, wenn man äußerst k.o. und durchgefroren ist.

Und weil ich weiß, dass viele von euch von Essenbildern angetan sind, zeige ich euch was wir genossen haben. ;-)

Lisa hat einen Shepherd's Pie bestellt (sozusagen ein Hirten-Kuchen - hört sich ziemlich bekloppt auf Deutsch an fällt mir grade auf). Die unterste Lage ist eine Hackfleischsoße und darauf gibt es noch Gemüse (ich glaube Erbsen und Karotten, aber das kann variieren) und darauf ist eine Kartoffelpüreehaube, die noch mal kurz überbacken wird.

Daniel hatte Chicken Pot Pie (Hähnchen-Topf-Kuchen ... klingt auch recht dümmlich in Deutsch). Das habe ich nicht probiert, aber ich glaube es ist so eine Art Hühnerfrikassee mit Blätterteighaube - zumindest hat es dieses Restaurant so serviert).

Dazu  noch ein Guinness für Daniel! :-)

Ich hatte ein Schweinekottelet mit Apfelmus, Kartoffelpüree, Spinat und Möhren. Das war sehr lecker, aber nachdem ich Lisa's Essen probiert hatte, muss ich sagen, dass ihres wohl das Leckerste war (das hat auch Daniel gesagt, der total glücklich war, dass Lisa nicht all ihr Essen geschafft hat und er es aufessen durfte ;-).

Nach dem wieder aufgewärmt und gestärkt waren, wollten wir noch spontan den Ground Zero anschauen. Also die Stelle, an der vor dem 11. September 2001 die Zwillingstürme vom World Trade Center standen. Das 9/11 Denkmal war aber schon geschlossen und deshalb ist vorerst nur dieses Bild entstanden. Im Vordergrund seht ihr eine Stahlträgerkonstruktion, die noch im Bau ist und dahinter ragt im Regen und Nebel der Freedom Tower auf.

Wir machten uns dann auf den Heimweg und nahmen uns vor da noch mal bei Tageslicht zurückzukommen und alles genauer anzuschauen.

Heute ist Karfreitag. Wir erinnern uns daran, dass Jesus Christus sein Leben für uns hingab. Eine sehr traurige Erinnerung. Doch durch seinen Tod wurde unsere Schuld für immer bezahlt und wir sind frei eine wirkliche Beziehung mit Gott zu haben.

Ehrlich gesagt ist dieser Gedanke viel zu groß und tief für mich. Ich kann kaum nach ihm greifen und ihn auchnicht zu fassen kriegen, weil mein Kopf oft so voll mit anderen Gedanken ist. Aber wenn ich jetzt an diesen verregneten Samstag zurückdenke und das ganze Drama, dann scheint das alles winzig klein im Licht von Karfreitag. An einem Tag, der so etwas Schreckliches und Trauriges verkörpert. Da wurde einer getötet, obwohl er nichts verbrochen hatte. Das ist einfach nicht fair!

So wie wir Gutes inmitten des Chaos hatten, so ist durch Jesus Sterben am Kreuz etwas Wunderbares in die Welt gekommen. Etwas Heiliges und Gutes in mitten des Schrecklichen und Traurigen. Nur wesentlich größer, als unser Ausflug ins Naturkundemuseum. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich da unten am total überfüllten U-Bahn Gleis stand und gebetet habe "Bitte Gott, lass endlich die richtige U-Bahn kommen, so dass es weiter geht." Solche Gebete wären gar nicht möglich, wenn Jesus durch sein Sterben und durch seine Auferstehung nicht einen Weg für uns zu Gott freigemacht hätte! Deshalb bin ich so froh, dass ich das Privileg habe zu Gott zu sprechen wann immer ich möchte und das ohne, dass ich perfekt bin. Ich bin dankbar für die kleinen Stoßgebete, die ich häufig hier in der Stadt spreche oder denke und noch viel dankbarer für die großen Themen, die mich bewegen und die ich Gott sei Dank nicht mit mir selbst rumschleppen muss! Die mich belasten und innerlich auffressen, wenn ich sie nicht an einen Größeren als mich selbst abgebe. Da ist einer, der zuhört und ich bin nicht alleine. Jesus kommt hinein in meine Traurigkeit und Einsamkeit und zeigt mir den Weg, der zum Frieden führt. Das ist was ich will und das ist was ich wirklich brauche! Frei zu sein und Frieden zu haben - Frieden mit Gott, mit mir selbst und mit meinem Nächsten. Das wünsche ich euch auch. So einen unglaublichen Frieden!

"Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus."

Philipperbrief 4,7

Wir wünschen euch Frohe Ostern!

"Froh", weil er gestorben ist für uns und wieder auferstanden ist! Diese Freude wünsche ich euch, dass sie nicht nur ein steriler Satz in eurem und meinem Kopf ist, sondern zu einem fühl- und begreifbaren Erleben wird.

Alles Liebe von Kati und Daniel

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