Silvester in der Stadt die niemals schläft

Hallo liebe Blog-Leser!

An Silvester wollten Daniel und ich etwas Besonderes machen und nicht nur allein zuHause bleiben - denn das haben wir schon letztes Jahr gemacht. Witzigerweise haben wir letztes Jahr den Film "New Year's Eve" angeschaut, der in New York City spielt. Da hatten wir noch keine Ahnung, dass wir nach New York City gehen werden. Da waren wir nur beide so unglaulblich ausgebrannt und hatten keine Ahnung was kommen wird und was wir tun sollen und dieses Jahr leben wir dann in dieser Stadt!

Ganz krasse Leute gehen natürlich an Silvester zum Times Square. Dort ist eine riesen Bühne aufgebaut und um Mitternacht wird von einer Stange auf einem der Wolkenkratzer eine erleuchtete Kugel heruntergelassen und der Countdown bis Mitternach gezählt. Wenn ihr mal sehen wollte, wie das aussieht, gibt's unter folgendem Link ein Video bei Youtube (nur eine Minute lang). Feuerwerk gibt es da keins, sondern einen Konfettiregen, der sicherlich auch toll ist.

Da es diese Jahr an Silvester -7°C hatte und man Stunden vorher zum Times Square muss, um einen guten Platz zu kriegen und dann nicht mehr aufs Klo kann (es gibt Leute, die sich da extra Windeln anziehen, um das alles blasentechnisch hinzukriegen!), plus man mit einer Million anderer in der Kälte friert, wollten wir uns das nicht antun.

Daniel und ich sind in ein Restaurant im Westen von Queens gegangen. Das war ca. eine Stunden mit den Öffentlichen von unserem Zuhause entfernt. Gleich am Eastriver, gegenüber von Manhattan. Auf dem Bild seht ihr es beim roten Ballon. "Water's Edge" - also am Rande des Wassers.

Schon auf dem Weg dorthin war ich ganz aus dem Häuschen wegen der toll beleuchteten Wolkenkratzer. Links seht ihr in Lilatönen das Empire State Building, in der Mitte das Chrysler Building und das rechte kenne ich noch nicht.

Von außen ist das Water's Edge keine Schönheit, aber es sollte ja auch schön von innen sein. Vor allem schön warm! Es war uns so kalt, weil wir noch 15 Minuten von der Metro bis dahin gedackelt sind und ich dachte mir nur "Gott sei Dank sind wir nicht am Times Square - die armen Leute dort!".

Das Water's Edge hat eine riesige Glasfront, dass auch wirklich ALLE Restaurantbesucher einen tollen Blick auf Manhattan haben. Der Abend ging von 21 bis 1 Uhr und beinhaltete ein drei Gänge Menü, einen DJ, eine offene Bar und Sekt um Mitternacht.

Unser romantischer Zweiertisch.

Unser Tisch war ganz nah an der Fensterscheibe und das war unser Ausblick (sorry für die reflektierten Lichter). Das Empire State Building versteckt sich hinter dem UN-Gebäude. Vielleicht erinnert ihr euch, dass wir ein kleines bisschen links vom UN-Gebäude gleich dort am Eastriver gewohnt haben. Das kommt mir schon unglaublich lange her vor! Dabei ist das erst 2 1/2 Monate her. Aber so krass in der City haben wir damals gewohnt. :-)

Als ich diese Wolkenkratzer dann so sah und wir zu zweit schick-micki an dem Tischchen saßen, habe ich wohl zum ersten Mal richtig begriffen, dass wir jetzt in New York City leben. Da hat es mich fast von den Socken gehauen, weil mir immer wieder der Satz "Wir leben jetzt in NEW YORK CITY!!!!!" durch den Kopf gegangen ist und ich so unglaublich angetan vom Chrysler Building war. Der Abend hat glaub ich meiner Seele so einen Turboboost gegeben, dass sie wieder etwas näher an meinen Körper rangerückt ist. Das fühle ich jetzt grade nicht mehr so, aber an dem Abend war es ganz stark und dafür bin ich sehr dankbar.

Gleich rechts von uns war auch schon die Tanzfläche und bei der Rotlichtbox war der DJ.

So sah der Rest des Raumes aus. Es waren Leute in den 20ern da, aber auch Familien mit Kindern und ältere Paare. Der Dresscode war "business casual", es gab aber auch einige Ladies, die ganz schön gewagte Kleider anhatten! (die sind bestimmt nicht mit den Öffentlichen gekommen, sonst hätten sie sicherlich schwere Erfrierungen erlitten *g*).

Wie es bereits schon Tradtion auf meine Blog ist, sollte ihr nun die Bilder vom Essen zu sehen kriegen. ;-)

Vorspeisen

Ich hatte Hummerrisotto: Frischer Hummer aus Main, Arborio Reis, cremige Buttersauce und Parmesan (= 1000 Punkte ... allermindestens, vielleicht auch 2000! ;-) aber wahr zum Dahinschmelzen lecker... tja, die Butter macht's halt!)

Daniel hatte australische Lamm-Lolllipos mit Rosmarin-Knoblauch-Pesto, grüne Apfelsalsa, geröstetes Focaccia (das ist das Brot).

Die Vorspeisen waren echt top! Super lecker und haben unsere Erwartungen auf die Hauptspeise erhöht.

 Hauptspeisen

Daniel hatte Water's Edge Surf & Turf

Das bedeutet, dass es ein Mix aus Fisch und Fleisch ist.

Kleines gegrilltes Filet Mignon, Maine Hummer und geröstete Kartoffelen

Daniel ist ja als Portugiese mit allerlei Fisch und Meeresfrüchten aufgewachsen. Für mich ist es schon kaum auszuhalten diesen Hummer anzuschauen. Ich denke immer der schnappt gleich zu (ich weiß... ich bin ein alter Banause). Dabei hatte ich ja auch Hummer in dem Risotto, aber der war zum Glück schon aus der Kruste entfernt worden, sonst hätte ich das nicht so leicht essen können.

Ich hatte die Long Island Entenbrust mit einer Kartoffel-Käse-Krokette, Honig-Trüffel-Glasur und Karotten und Spinat.

Die Hauptspeisen waren gut, aber haben uns nicht so vom Hocker gehauen wie die Vorspeisen. Ich glaube da haben wir beide mehr erwartet. Aber das ist sicherlich Klagen auf hohem Niveau, weil das ganze Ambiente und der Ausblick einfach gigantisch waren.

Nachspeise

Und der Nachtisch hat's dann wieder rausgehauen - der kam allerdings erst 1,5 Stunden später. Wir haben beide den Schokladen-Molten-Lava Kuchen genommen. Ein Schokoteigmuffin gefüllt mit flüßiger, warmer Schokosauce und darauf eine Kugel selbstgemachtes Vanilleeis. Oooooch, da hätte ich mich reinlegen können, so lecker war das! Hammer, hammer, hammer!

Zwischen den Gängen konnte man auf die Tanzfläche gehen und wieder abtanzen was man sich angegessen hatte. Es war wirklich eine gute Stimmung und uns hat gefallen, dass es altersmäßig gemischt war. Kurz vor Mitternacht schalteten sie auf dem Fernseher rüber zum Times Square und wir konnten alle den Countdown runter zählen und das neue Jahr begrüßen.

Einen Neujahrskuss gab's dieses Jahr auch mal bei uns - so wie man das aus dem Fernsehen kennt, wenn die Amis um Mitternacht zum neuen Jahr immer jemanden zum Küssen brauchen.

Aber eine Sache hat gefehlt: Feuerwerk. Die Amerikaner machen das große Feuerwerk nur am 4. Juli - ihrem Unabhängigkeitstag. Und auch da darf das niemand selbst machen, sondern nur die Stadt. Liebe Leute in Deutschland, freut euch, dass ihr da so viele Freiheiten habt und selbst böllern dürft. Es gab zwar vereinzelte Feuerwerke in der Stadt, aber keins wirklich nah bei uns. Über dem Central Park gab's eins und da habe ich die Spitzen von den Feuerwerksblumen gesehen - das war allerdings eindeutig zu klitzeklein (die Hochhäuser haben den Blick versperrt)! Das würde sicher fantastisch aussehen, wenn über dieser Stadt ein großes Feuerwerk ist! Da bin ich dann gespannt auf den 4. Juli. :-)

An Neujahr hatte Daniel frei und wir verbrachten den Tag bei unserem Vermieter Joe (der wohnt direkt über unserer Wohnung - also ein sehr kurzer Weg). Er hatte noch andere Freunde eingeladen und wir brunchten und spielten unzälige Runden Uno und schauten einen Film. Also ein ganz lockerer und relaxter Start ins neue Jahr. 

Denen von euch, denen ich es noch nicht gewünscht habe:

Ein schönes neues Jahr für euch!

Ganz liebe Grüße,

eure Kati

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