Drama bei Aldi

Hallo liebe Blog-Leser!

Nach unserer schokierenden Shoppingerfahrung bei Fairway (wegen den hohen Preisen), stand ein Aldibesuch auf unserer To-Do-Liste ganz oben. Deshalb fuhren wir vorletzte Woche mit dem Bus nördlich nach East Harlem (da war der näheste Aldi). Damit schlugen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: 1. Einkauf bei Aldi und 2. weil wir uns auch die Nachbarschaft als eventuelle Wohngegend ansahen. Als wir Midtown Manhattan so nach und nach hinter uns ließen, veränderte sich auch die Gegend. Schon vom Bus aus merkten wir, dass die Gegend immer ärmlicher aussah. Ich kann es euch nicht genau erklären, aber die Lockerheit, die man weiter südlich gespürt hat, wich einer Anspannung bei den Leuten. Wir hatten keine Angst oder so, aber es gab schon einige komische Typen auf der Straße, denen ich nachts nicht gerne begegnen würde (nicht mit Daniel zusammen und erst recht nicht alleine). 

Aber dann leuchtete es irgendwann auf: Das Aldi Zeichen. :-) Und nicht nur Aldi, sondern sogar Aldi Süd *welch Freude*!

Ich habe mal ein paar deutsche Produkte für euch fotografiert (die Leute denken bestimmt auch, dass ich bekloppt bin, weil ich in nem Aldi Fotos mache!).

Papa, du könntest auch in Amerika günstig an deine Spekulatius ran kommen! ;-)

Sogar Laugenbrötchen (Pretzel Buns) gibt es zu kaufen.

 Oder auch Laugenbretzeln zum Aufbacken (uhhh, Bavarian Soft Pretzels - lustig diese amerikanischen Namen dafür!).

Man beachte oben den Sticker, dass es nicht gestattet ist mit den Schuhen auf die Kühltruhen zu steigen (oder dass man auf die Idee kommt mitten durch die Kühltruhe zu laufen... es könnte ja ganz unten noch etwas anderes drin sein...)!

Super, nie wieder selbst Apfelstrudel in den USA machen müssen! Das war damals in Chicago soooo viel Arbeit!

 Hurra!!! Klopapier für nur 5 Dollar! Weniger als die Hälfte des Preises von Fairway! Her mit den Rollen!

Wir haben echt viel in unserem Wagen gehabt. Einen guten Wocheneinkauf und es hätte nur um die 80 Dollar gekostet (das war so viel günstiger). Die Werbung die Aldi an den Kassen macht "You save up to 50 %" (Bis zu 50 % sparen) ist total wahr!

Und auch diese Aldi-Wahrheit stimmt: Den Einkaufswagen voll zu machen, macht nicht deinen Geldbeutel leer."

Nach einer Stunde durch den Laden laufen, alles anschauen und lange durchdenken was wir kaufen, was nicht total voller Fett und Zucker ist, standen wir mit unserem vollen Einkaufswagen an der Kasse. Alles ging übers Band. Alles landete wieder im Wagen und ich hatte es schon systematisch in unsere blauen Ikea-Taschen gepackt und dann kam der Kracher: Keine Kreditkarten bei Aldi! Waaaas?! Überall in den USA kann mit Kreditkarten bezahlen - sogar beim Taxifahren!

Hätten wir Bargeld gehabt, dann wäre es kein Problem gewesen. Aber wir hatten leider keins. :-( Unsren amerikansichen EC-Karten waren noch nicht da und die Bankautomaten schluckten keins unserer Kreditkartrenpasswörter. Und natürlich war es schon nach 17 Uhr und unsere neue Bank hatte schon zu, so dass wir auch kein Geld vom Schalter holen konnten.

So mussten wir alle Sachen wieder zurückgeben. Die ganze Arbeit war total umsonst gewesen. Es war ein Albtraum für mich. Meine Abendessenszeit war schon lange vorbei und war total unterzuckert, dann noch der Jetlag und die halbe Weltreise zum Aldi. Als wir den Aldi verließen kamen mir schon die Tränen - es war einfach alles zu viel gewesen (wir mussten ja vorher auch dem Wachmann, der am Eingang stand, erklären, was los war und wie wir dachten den Einkauf zu bezahlen).

Um nicht ganz  mit leeren Händen nach Hause zu kommen, gingen wir nebenan zu Target (vorher haben wir gefragt, ob man mit Kreditkarten zahlen kann).

Target ist eigentlich mein Lieblingsgeschäft in den USA - da gibt's einfach alles von Klamotten, über Wohnungseinrichtung, Schmuck, Bürokram und auch Essen. Aber die Preise kamen natürlich locker an die Fairway Preise ran.... Klar, wenn die Klamotten dort so günstig sind, dann müssen sie ja irgendwie die Kohle wieder rein kriegen.

Jetzt haben wir/ich ein Aldi-Trauma und ich hoffe, dass sich das wieder einrenken lässt, sobald wir unsere amerikanischen EC-Karten kriegen.

Ich wünsche euch einen guten nächsten Aldi-Einkauf! Und dass ihr euren Einkauf auch mit nach Hause nehmen dürft. ;-)

Viele Grüße,

eure Kati

PS: Vergangenes Wochenende haben wir eine neue Einkaufsart ausprobiert. Und zwar haben wir den Wocheneinkauf bei Fresh Direct bestellt. Wie beim normalen Onlineshopping bei Amazon packt man alles in seinen virtuellen Einkaufswagen und bezahlt dann per Kreditkarte. Man kann sich aussuchen wann die Sachen geliert werden sollen und die werden dann direkt an die Haustür (bei uns sogar in den 8. Stock direkt an die Wohnungstür) gebracht.

Teurer als Aldi und Trader Joe's, etwas günstiger als Fairway. Aber weil wir zum ersten Mal dort eingekauft haben, gab es immerhin 50 Dollar Nachlass. Das Wunderbare war, dass wir dieses Mal nicht durch halb Mahattan fahren und laufen mussten und auch keine Tüten schleppen (wo dann der Henkel zerreisst und die Einkäufe über den Boden kullern - das ist uns so nach einem Trader Joe's Einkauf passiert). Das war eine riesen Erleichterung und wäre deshalb sicherlich auch die Mehrkosten wert (naja... der Schwabe in mir wehrt sich noch).

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