Die neue Wohnung

Liebe Blog-Leser!

Hier seht ihr noch mal ein Bild von "unserem" neuem Häuschen.

Ich habe es extra so fotografiert, dass ihr unsren Eingang besser sehen könnt. Dieses linke Gartentürchen ist unseres und links am Haus ist unser Eingang. Wir wohnen im Erdgeschoss und oben drüber der Vermieter. Dieser imposante Eingang vorne am Haus führt direkt hoch in die Etage vom Vermieter.

Dass wir reinkommen, müssen wir das Gartentor aufschließen. Also alles ganz abgesichert, was ich echt gut finde, weil ich mich dann wirklich sicherer fühle (es gibt sogat Kameras am Haus!).

Dann läuft man zu unserer Wohnungstür. In Hintergrund seht ihr unsere Mülltonnen. Ich bin ja ganz begeistert, dass wir die ganz allein nutzen können und nicht teilen müssen (haha, da spricht ein Geschwisterkind *ich will nicht teilen müssen*). Interessant über was man sich so alles freuen kann, oder? ;-) Blau ist für Recycling, grau für den Restmüll und eine grüne Tonne für Altpapier - also ganz ähnlich wie in Deutschland (es gibt aber keine Biomülltonne - der kommt in den Restmüll).

Das ist unsere Wohnungstür. Es ist total witzig, dass man den Schlüssel beim Aufschließen nicht nach links drehen muss, sondern nach rechts... hat ein bisschen gedauert bis wir das begriffen haben, wir dachten immer "Mensch, warum geht denn die Tür ewig nicht auf?!". ;-)

Auf diesem Bild seht ihr die Wohungstür von innen. Da ist eine Jalousine an der Tür, dass man auch mehr Privatsphäre hat - aber für mehr Licht (das ist das einzige "Fenster" in dem Raum) macht man sie am Besten hoch. Die schmale Tür daneben ist ein Wandschrank, der als Garderobe dient. Flure, wie man sie aus Deutschland kennt gab es in keiner der Wohnungen, die wir angeschaut haben. Man steht direkt im Wohn-/Esszimmer. Zum Schutz des Laminats gibt es gleich am Eingang Fliesen. Heute war ich darüber sehr dankbar, als ich mit tropfnassen Schuhen vom Einkaufen zurück kam. Das Gitter, das ihr hinten links am Boden seht ist die Heizung. Jedes Zimmer hat so ein Gitter am Boden und da kommt die warme Luft raus bzw. im Sommer die kalte.

So sieht das Ganze dann aus, wenn man direkt zur Tür hereinkommt. Der Eingangsraum hat vielleicht um die 15 Quadratmeter und davon gehen zwei Zimmer ab, die jeweils um die 10 Quadratmeter groß sind. Die eine Tür seht ihr rechts auf dem Foto (unser zukünftiges Gästezimmer). Und an der Wand die noch mehr rechts kommen würde, ist das andere Zimmer - das mein Arbeitszimmer wird bzw. schon ist (ich grüße euch direkt vom Schreibtisch *winke*).

Die Türen sehen wirklich schön aus. Denkt aber nicht, dass das Holz wäre... ich glaube es ist irgendsoein Kunststoffzeugs, denn die "Holz"maserung wiederholt sich darauf. ;-) Aber da nur so wenig Licht duruch die Wohnungstür rein kommt ist Weiß gut, denn dann wirkt alles heller und freundlicher.

Wenn man dem gefliesten Gang folgt, kommt man in die Küche. Vorbei gehts rechts an der Klapptür - darin befinden sich Waschmaschine und Trockner (Gott sei Dank musste wir dafür dann kein Geld ausgeben, sondern haben das schon!). Bei der offenen Tür rechts ist unser Schlafzimmer. Und links bevor die Küche kommt gibt's noch mal eine Tür und dahinter verbirgt sich das Badezimmer (wir haben übrigens zwei davon - das heißt der Besuch hat sein Privatbad :-).

Der Raum ist grade so groß, dass die Waschmaschine und der Trockner reinpassen und noch zwei Wäschekörbe auf den Boden. Voll gut und wenn da mal Wäschechaos herrscht und man es nicht sehen will, dann klappt man einfach die Tür zu. Äußerst praktisch! Der lange Schlauch rechts ist der Staubsauger. Da gibt's eine Dose in der Wand und da steckt man den Schlauch rein und staubsaugt, wie man das sonst kennt. Es gibt aber nur eine Dose in der Wohnung und ich frage mich, ob dieser Schlauch wirklich in alle Winkel der Wohnung reicht. Das werde ich wohl bald mal testen.

Die Küche. Nicht die aller neuste Mode, aber solide und ordentlich und viel Stauraum.

Rechte Tür: Kühlschrank; linke Tür: Gefrierschrank.

Diesen Raum kennt ihr ja schon und das "Bett" auch. Wir haben uns noch notdürftige Nachtkästchen "gebaut". Von unserem Vermieter haben wir auch ein paar Klappstühle und einen Klapptisch leihen können und so können wir wenigstens Sachen ablegen. Seht ihr die Tür links? Dahinter ist unser Badezimmer.

So sieht es aus: Waschbecken, Toilette und Dusche. Eine Badewanne haben wir leider nicht. :-( Das hätte ich toll gefunden, aber es ist natürlich super toll, dass wir zwei Bäder haben und dass der Besuch nicht durch unser Schlafzimmer laufen muss, wenn er mal aufs Klo muss. ;-)

Die Wohnung ist wirklich die aller schönste und aller größte, die wir gesehen haben. Das einzige Manko ist Daniels langer Fahrtweg von 1,5 Stunden hin und 1,5 Stunden zurück. Da beten wir, dass sich eine schnellere Lösung finden lässt, die auch finanzierbar ist (vielleicht, dass er wo im Auto mitfahren kann oder so). Das ist wirklich ein großes Gebetsanliegen. Gestern musste er länger arbeiten und er war dann erst um 21:30 Uhr zu Hause, musste aber schon um 22 Uhr ins Bett gehen, weil er ja um 6 Uhr früh wieder raus muss. Soweit wir bis jetzt wissen, werden hier keine Überstunden angerechnet - also gilt es natürlich in erster Linie keine zu machen. Tja bei einer Bank, die mit den Finanzmärkten zu tun hat, ist das wohl schwierig. Da frage ich mich dann oft, ob es die richtige Entscheidung war hier her zu kommen oder ob wir vom Regen in der Traufe gelandet sind. Aber ich will darauf vertrauen, dass Gott uns versorgt mit dem was wir brauchen und da zählt auch Zeit als Ehepaar mit rein und dass mein armer Mann genug Schlaf und Freizeit kriegt.

Neben dem Schweren, gibt es auch Schönes zu erzählen.

Unser Vermieter Joe ist ein ganz toller Mensch! Er ist total freundlich und hilfsbereit und hat mich schon zwei Mal mit zum Einkaufen genommen und hat uns auch übergangsmäßige Möbel geliehen (Klappstühle und Tisch). Da hatten wir zwar schon zwei Stühle und einen kleinen Tisch von Ikea bestellt, aber das ist gar nicht schlimm. Der Tisch von Joe ist unser Küchentisch und der Ikeatisch ist mein Schreibtisch. Er hat uns auch angeboten, dass er mit uns am Samstag zur Ikea fährt, weil er grade noch Urlaub hat und ein Auto mit einem großen Kofferraum. Das ist ein großer Grund zum Dankbarsein und das bin ich auch!

Falls ihr euch jetzt fragen "Warum Möbel kaufen? Die kommen doch per Schiff!". Ja, das stimmt. Aber wir besitzen ja nur ein Bett und meine Arbeitszimmermöbel. Wir haben weder Esstisch, noch Stühle, noch Sofa etc. Der Schiffscontainer soll übrigends Mitte November hier eintreffen - noch drei Wochen durchhalten!

Ihr merkt schon, dass die Achterbahn ständig am Auf- und Abrollen ist. Vorhin war ich total am Weinen, als Daniel anrief und das von der Gehaltsverzögerung erzählte. Dann muss ich immer heulen wie ein Schlosshund, weil alles so unwohnlich ist und ich mich so alleine fühle hier und der Weg zum normalen Leben so seit weg scheint. Aber Gott ist gut zu uns.  Die neue Wohnung ist echt toll und wir haben alles was wir brauchen jeden Tag - halt immer das Nötigste. Da darf ich echt täglich neu lernen Gott zu vertrauen und mein Glück nicht an einer schön eingerichteten Wohnung fest zu machen *schwer*. In einem fremden Land ganz neu anzufangen ist kein Ponyhof, das sag ich euch! Da dauert einfach alles noch länger, als so ein Umzug und der Einlebeprozess in Deutschland in einer neuen Stadt braucht.

Danke fürs Durchhalten beim Lesen!

Ich schicke euch ganz viele Grüße,

eure Kati

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